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Destiny: Leuchtturm – Freunde erfüllen todkrankem Spieler einen Wunsch

Bei Destiny hat eine Gruppe von Spielern ihrem sterbenden Freund einen letzten Wunsch erfüllt: einmal den Leuchtturm sehen.

Mike Mariana hat Destiny seit der Beta gespielt und auf dem Weg mit Tim und Elliot gute Freunde getroffen. Aber wie das so ist: Mit der Zeit wird jedes Spiel langweilig und die Spieler gingen auseinander, man verlor sich aus den Augen – nur Mike blieb und spielte weiter Destiny.

Als Tim eines Tages doch mal wieder hineinschaute, traf er auf Mike. Bei dem war in der Zwischenzeit Darmkrebs diagnostiziert worden. Mike sagte, Destiny sei das einzige Spiel, was er noch spielen könne. Bei allen anderen werde ihm unwohl.

Mike hatte in der Zwischenzeit 2800 Stunden in Destiny verbracht, alle drei Klassen gespielt, aber ein Ziel blieb Mike verwehrt: der Leuchtturm auf dem Merkur. An diesen mythischen Ort kann nur der vorstoßen, der in den Prüfungen von Osiris ohne Niederlagen bleibt. Die Prüfungen von Osiris sind das Elite-PvP von Destiny, hier spielen die Hüter nach festen Regeln an jedem Wochenende gegeneinander. Nur einem Bruchteil aller Hüter gelingt es, die Prüfungen makellos abzuschließen und auf den Merkur zu gelangen.

Und in letzter Zeit wurde das auch noch immer schwieriger.

Mike war wie viele andere einfach nicht gut genug, um das zu schaffen.

destiny-trials-osirisSeine Freunde, Tim und Elliot, versuchten alles, um Mike diesen Wunsch zu erfüllen, aber es reichte einfach nicht: Sie scheiterten Mal um Mal, schafften es nicht auf den Merkur.

Dazu kam, dass der Krebs Mike zu schaffen machte. Es wurde immer schwerer für ihn, sein geliebtes Destiny zu spielen.

Da sie es selbst nicht hinbekamen, suchten Tim und Elliot dann Hilfe von einem bekannten Streamer. Sie wussten das Benjamin Lupo, bekannt als DrLupo, Spieler auf den Merkur ziehen kann und das auf dem Streaming-Dienst Twitch regelmäßig macht. Sie baten ihn um Hilfe.

Lupo vergewisserte sich, dass an der Geschichte was dran war, schnappte sich Mike und brachte ihn während eines 24-Stunden-Charity-Stream für die „Make a Wish“-Foundation auf den Merkur. „Make a Wish“ erfüllt todkranken Kindern einen letzten Wunsch.

Während des Streams erzählte Mike von seinem Kampf mit dem Krebs. Kurz bevor er es auf den Merkur schaffte, sagte Mike im Stream, dass er nun erfahren habe, der Krebs habe in Hirn und Leber gestreut. In letzter Zeit habe er wenig Destiny spielen können, da er sich von einer Operation erhole. Aber nun sei er einfach nur froh, wieder mit seinen Freunden spielen zu können.

Für Mike war der Krebs nur eine weitere Hürde, die es zu nehmen galt, erzählten seine Freunde. Doch diesen Kampf konnte er nicht gewinnen. Auf den Merkur schaffte Mike es Anfang 2017, da war der Live-Stream von DrLupo. Wie die US-Seite Kotaku berichtet, ist Mike in der letzten Woche verstorben.

Die Familie von Mike hat einen Trauer-Fond eingerichtet. Nachdem DrLupo Kontakt aufgenommen und den Link in der Destiny-Community verbreitet hat, war das Ziel von 5000$ in kürzester Zeit erreicht und mittlerweile weit überschritten.

Mikes Freunde wundern sich nicht darüber, wie spendabel die Community ist: Während die meisten Communities in anderen Spielen sich oft auf negative Sachen konzentrierten, sei die Community von Destiny großzügig und freundlich.

Hier geht es zum Trauer-Fonds von Mikes Familie auf der Seite Youcaring.


Wie viel Destiny für manchen Spieler bedeutet, sieht man auch an dieser Geschichte:

Destiny: „Destiny hat mein Leben gerettet“ – Geschichte rührt Tausende

QUELLE kotaku
QUELLE reddit
Schuhmann
Schuhmann, das L steht für Niveau.