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Destiny 2: Er ist wieder da – Werft schon mal Geld gegen den Monitor

Bei Destiny 2 ist nun der Posten des Game Directors geklärt. Es ist der ehemalige Journalist Luke Smith. Der war für die schönsten und schlimmsten Momente in Destiny 1 verantwortlich.

Es war eigentlich schon länger so gut wie klar, aber jetzt ist es offiziell: Luke Smith ist der Game Director hinter Destiny 2. Lange Zeit hieß es in Smiths Twitter-Profil, er sei „Game Director für ein noch nicht angekündigtes Spiel von Bungie.“

Eine Weile dachte man, das könnte das sein, was später die Destiny-1-Erweiterung „Rise of Iron“ wurde. Ganz wild hätte man sogar spekulieren könne, das unangekündigte Projekt könnte ein „anderes Spiel sein, an dem Bungie heimlich arbeitet.“

Aber jetzt ist klar: Luke Smith ist der Mann hinter Destiny 2.

Luke-Smith-DestinyDestiny 2: Vom Journalisten zum Game Director – Wer ist Luke Smith?

Luke Smith hat einige Jahre als Journalist gearbeitet. Er hat für die bekannte US-Seite Kotaku geschrieben, als die noch in den Kinderschuhen steckte.

Über seine Zeit damals hat er in einem Podcast erzählt, dass sein Tag in 3 Phasen zerfiel: Schlafen, World of Warcraft spielen und für Kotaku schreiben. Die Übergänge waren wohl ziemlich fließend. Vormittags aufgewacht, paar Stunden geschrieben, weitergeschlafen, nachmittags kurz gecheckt, ob die Artikel okay waren, dann bis tief in die Nacht WoW gespielt und ins Bett gegangen.

Einen geregelten Lebensrhythmus hatte Smith damals wohl nicht.

Nach der kurzen Zeit bei Kotaku,arbeitete Smith bei „1Up.com“ und coverte da unter anderem ausgiebig die Halo-Serie von Bungie. In der Zeit machte sich Smith einen Namen. Bei 1Up.com lief es dann irgendwann nicht mehr so gut. Smith wechselte schließlich zu dem Entwicklungsstudio, über das er so viel geschrieben hatte.

Seit April 2007 war Smith dann bei Bungie, machte praktisch alles, was mit Schreiben zu tun hatte. Am Anfang arbeitete er als eine Art interner Redakteur und Community-Manager, der Beiträge für die Fans verfasste, dann wechselte er in die Spiele-Entwicklung.

destiny-atheon-gläserne-kammerWas hat Luke Smith bei Destiny 1 gemacht?

Als Destiny 1 anstand, war Smith schon in einer Sonder-Position, die er wohl seinen wilden WoW-Jahren zu verdanken hatte.

Luke Smith war der Chef der Raid-Entwicklung für „Die Gläserne Kammer.“ Hat da mit einem Team im Geheimen an diesem Raid gebastelt, von dem keiner wusste, ob es ein Erfolg werden würde. Auch der Hintertergrund für die „Gläserne Kammer“ stammt von Smith. Nachdem der Raid-Teil von Destiny 1 so gut ankam, wurde Smith befördert.

So war er der Chef-Kreative für „König der Besessenen“, der Game Director und hauptverantwortlich für das Design der Erweiterung.

Es ist schwer hinter die Kulissen von Bungie zu blicken, aber Smith hat wohl seit dem Release von Destiny eine steile Karriere hingelegt und ist heute einer der wichtigsten Köpfe hinter der Franchise.

Smith ist für die zwei „Höhepunkte“ von Destiny 1  verantwortlich: den „besten Raid“ und die „beste Erweiterung“ – jedenfalls nach allgemeiner Wahrnehmung.

Destiny-Besessener

„Werft Geld gegen den Monitor“ – „Ich klang wie ein Arsch“

Allerdings geht auch ein Tiefpunkt von Destiny auf sein Konto.

Als Smith die Erweiterung „König der Besessenen“ in einem Interview mit Eurogamer vorstellte, wurde er mehrmals gefragt, warum die Erweiterung so teuer sei, gerade in britischen Pfund. Smith sagte, man könne noch nicht viel zeigen. Aber wenn er jetzt ein Video der neuen Emotes präsentieren könne, dann würde der Interviewer Geld gegen den Monitor werfen.

Das löste im Vorfeld von „König der Besessenen“ im Herbst 2015 einen Shitstorm aus: Die Fans waren außer sich über dieses Statement.

Die Aussage hing Smith lange nach. Später sagte Smith selbst, er habe da wirklich wie ein Arsch geklungen. Er habe einen seltsamen Humor und eine eigenwillige Art. Leute aus seinem Umfeld hätten sich daran gewöhnt. Aber in dem Interview wäre der Humor nicht rübergekommen. Er habe seine Lektion gelernt. Seitdem hält sich Smith aus „Business-Fragen“ wohlweislich raus.

Destiny-Taken-KingNachdem „König der Besessenen“ aber so ein Erfolg wurde und die Content-Erweiterungen danach, die ohne Smith kamen, eher enttäuschten, sehnen sich nun doch viele nach der Rückkehr von Smith auf die große Bühne.

Wir werden sehen, ob Luke Smith mit Destiny 2 seiner Karrieren einen weiteren Höhepunkt hinzufügen kann. Während er seit Ende 2015 eigentlich kaum noch zu sehen war, dürften wir den charismatischen Autoren Luke Smith in seiner neuen Funktion als Game Director für Destiny 2 bald wieder häufiger sehen und hören können.

Man kann davon ausgehen, dass Smith – wie schon bei „König der Besessenen“ – in den nächsten Monaten das Gesicht und die Stimme von Bungies neuem Spiel Destiny 2 sein wird.


Vielleicht ja schon im Mai – da ist ein erster Livestream geplant, der Gameplay zu Destiny 2 zeigen soll.

Destiny 2: Die Roadmap bis zum Release – mit Gameplay-Enthüllung

Schuhmann
Schuhmann, das L steht für Niveau.