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Overwatch three heroes

Angespielt: Deathmatch in Overwatch – „Unreal Tournament“ in schön?

Overwatch bekommt einen „Jeder gegen Jeden“-Modus. Doch passt das überhaupt zu Blizzards Heldenshootert? Wir haben es ausprobiert!

Vor einigen Tagen ging der PTR mit der Version 1.14 von Overwatch live und brachte gleich zwei Spielmodi, mit denen keiner mehr gerechnet hatte: Deathmatch und Team-Deathmatch.

Doch passen diese Modi überhaupt zu Overwatch und machen Laune? Wir haben uns auf den PTR geschwungen und ein paar Runden gezockt. Zu welchem Ergebnis wir dabei gekommen sind, verraten wir hier.

Hirnloses Geballer macht auch in Overwatch Laune

Obwohl Overwatch ein recht buntes und schnelles Spiel ist, steht Strategie und Teamwork doch meistens im Vordergrund. Wer einfach „ein bisschen ballern“ will, der kommt in Overwatch nur selten auf seine Kosten. Doch der Deathmatch-Modus könnte genau das beheben.

Die neue Karte, Château Guillard ist die perfekte Spielfläche. Es gibt zahlreiche Gänge, mehrere Ebenen, Jump-Pads für schnelle Fortbewegung und jede Menge Abgründe, die schnell zur Todesfalle werden können. Besonders eher unbeliebte Helden (wie etwa Junkrat und Roadhog) brillieren auf dieser Karte. Eine richtige Mine oder der passende Haken befördern Gegner rasch von der Map.Overwatch Chateau Guillard

Shooter-Veteranen dürften sich auf dieser Karte positiv an Unreal Tournament erinnert fühlen. Wenn auch mit etwas weniger Blut, dafür in schönerer Grafik.

Nur wenige Augenblicke sind so befriedigend, wie wenn man in einen Konflikt aus vier Spielern hinein springt und sie allesamt mit der eigenen Ultimate umpustet.

Egal wie man es dreht und wendet: Deathmatch ist kurzweilig und es macht richtig Laune sich einfach gedankenlos in eine Gruppe aus Gegnern zu werfen, die ebenfalls alle verfeindet sind.

Ist das taktisch anspruchsvoll? Definitiv nicht. Macht es Laune? Aber hallo!

Mercy kann den Gegnern Kills stehlen!

Wer sich nicht ganz von Taktik und Teamplay verabschieden will, der versucht sich am Team-Deathmatch, wo jeweils 6vs6 gespielt wird. Das ist zwar immer noch chaotisch, aber Absprachen sind wichtig, denn jeder Tod bringt das gegnerische Team näher an den Sieg.

Besonders interessant sind kleine Details in diesem Modus. Hier geht eine Partie im Regelfall, bis eine Seite 30 Kills angesammelt hat. Allerdings kann das auch länger dauern, denn eine Wiederbelebung von Mercy nimmt dem gegnerischen Team die Kills gleich wieder weg! Wenn Mercy also 5 Leute wiederbelebt, werden dem Gegner 5 Siegpunkte wieder abgezogen.

Doch ist das wirklich eine kluge Idee? Auf den ersten Blick wirkte es so, als wäre damit eine Mercy quasi Pflicht – denn mal eben bis zu einem Sechstel der Siegpunkte stehlen, klingt nach der wohl mächtigsten Fähigkeit in diesem Modus.

Zusammengefasst sind die Deathmatch-Modi wohl nichts, was Spieler wochenlang an Overwatch binden wird. Aber wenn man gerade keine Lust auf die Anstrengung eines gewerteten Spiels hat, dann kann man hier perfekt etwas Dampf ablassen – und genau dafür wurden die Modi auch entworfen.


Welche Helden am beliebtesten in Overwatch sind, hat Jeff Kaplan vor Kurzem verraten.

Cortyn
Dämon vom Dienst. Mit Herz und Seele dem Rollenspiel verschrieben. Achtung: Artikel könnten Spuren von Meinung enthalten!