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Dauntless – Preview: Was taugt der Monster-Hunter-Konkurrent?

Dauntless – Preview: Was taugt der Monster-Hunter-Konkurrent?

Dauntless lässt euch spannende Kämpfe gegen riesige Monster auf dem PC ausfechten. Also wie in Monster-Hunter, nur voll auf Coop-Gameplay ausgelegt. Doch taugt der „Westliche Monster-Hunter“ auch was? Wir haben Dauntless angespielt und verraten euch, ob es sich lohnt, auf das Spiel zu warten.

Eines der Highlights aus The Witcher 3: Wild Hunt war der große Kampf gegen den Greifen am Ende des ersten Gebiets. Das fliegende Vieh landete schwer auf der Lichtung, schlug mit seinen Klauen um sich und setzte immer wieder zu tödlichen Flugangriffen an. Der ungleiche Kampf forderte die volle Konzentration.

Als das Biest dann endlich in seinem Blut lag und seinen letzten Zucker tat, war das Gefühl des Siegs unbeschreiblich! Das Adrenalin wirkte noch, die Finger waren verkrampft, aber man hatte die Bestie besiegt und war der Held!

Dauntless – The Witcher meets Warframe

In Dauntless könnt ihr solche epischen Momente des Siegs öfter erleben, denn das Coop-Action-Spiel von Phoenix Labs dreht sich ausschließlich um Kämpfe gegen riesige Monster. Doch anders als bei Witcher oder dem großen Vorbild Monster Hunter aus Asien, ist Dauntless ein Coop-Multiplayer-Spiel. Ihr spielt es wie Warframe mit bis zu drei Freunden zusammen.

Ich war letzte Woche in München bei einer Preview-Spielsession von Dauntless und habe mich zusammen mit den Entwicklern Nick und Ian auf die Jagd nach drei besonders schrecklichen Bestien begeben. Was wir dabei erlebt haben, erfahrt ihr in den folgenden Absätzen.

Dauntless – Das erste Monster „Shrike“ – „Ist das nicht ein kleiner Vogel?“

Kaum hatten wir uns alle vorgestellt, warfen uns die Entwickler schon in unsere erste Mission. Wir sollten auf einer schwebenden Insel ein Vieh erlegen, das „Shrike“ heißt. Ich sagte noch flapsig: „Das klingt jetzt nicht so gefährlich!“, immerhin versteht man unter dem Begriff „Shrike“ einen kleinen Vogel, der Würmer und Insekten auf Dornen spießt. Was soll uns also schon groß erwarten? Der Entwickler Ian neben mir grinste breit. Ich ahnte Schlimmes.

Bald schon bewahrheitete sich mein Verdacht, denn auf einer Lichtung erwartete „es“ uns! Das Shrike war ein über drei Meter großer Bär mit Eulenschnabel und riesigen Schwingen! Also eine Art bärige Version des Greifen aus The Witcher 3. Und den sollten wir erschlagen? „Ja“, meinte Ian, denn die Viecher fressen eine magische Substanz namens Äther und wenn sie alles davon verputzt haben, fallen die schwebenden Inseln runter.

Und da unsere Helden auf solchen Eilanden leben, wäre das echt blöd. Daher muss der Eulenbär weg und als frischgebackene „Slayer“ ist das unser Job.

Dauntless – Der Kampf gegen den schrecklichen Eulenbären

Wir stürzten uns, mit überdimensionalen Schwertern bewaffnet, auf das Eulenflatterviech und sofort entbrannte ein wilder Kampf. Die Bestie flatterte herum, schlug mit ihren Krallen und hackte mit dem Schnabel. Ständig mussten wir ausweichen und jede Chance zum Gegenschlag nutzen. Zum Glück geht die Steuerung locker von der Hand. Egal ob mit Gamepad oder Maus-Tastatur-Kombi, nach kurzer Zeit hechteten wir geschickt davon und gaben dem Viech ordentlich Dresche.Dauntless Monster

Gerade dachte ich mir noch „Hö hö, das Vieh ist so blöd, lässt sich von uns verdreschen. Ein echtes Tier wäre schon längst abgehauen“, da erhob sich der Eulenbär plötzlich in die Lüfte und flog davon! Er verließ zwar nicht die Insel, aber je länger wir brauchen, um ihn zu finden, desto mehr Leben regeneriert das Biest und unsere Mühe war umsonst.

Dauntless – Keine Angst vor dem Tod?

Nach kurzer Suche haben wir die angeschlagene Bestie wiedergefunden, doch das Monster ist jetzt aufgebracht und stärker. Seine Hiebe sind mächtiger und öfter ging ich zu Boden. Zum Glück war schnell ein treuer Kamerad zur Stelle und belebte mich wieder.

Jedes Mal, wenn ein Mitspieler wiederbelebt wird, erhöht sich das stetig hoch tickende „Danger-Meter“. Wenn dieses auf 100 ist, löst der nächste Charaktertod einen Rückzug aus und die Runde ist verloren.

Solch eine schmähliche Niederlage sollte uns aber nicht blühen. Wir hackten tapfer auf den Shrike ein und irgendwann bäumte es sich zum letzten Mal auf, stieß einen fast jammervollen letzten Schrei aus und brach dann zusammen. Sieg!

Dauntless – Monster sind Ressourcen

Zurück in unserer Basis, der schwebenden Stadt „Ramsgate“, konnten wir nicht nur unsere Trophäen zeigen und alberne Emotes im Gangnam-Style tanzen. Aus den Teilen der erschlagenen Biester bauen wir neue Waffen und Rüstungen. Ausrüstung der niederen Stufen ist noch recht leicht zu bauen.dauntless-2

Spätere und mächtigere Exemplare brauchen mächtigere Ressourcen, die man nur bekommt, wenn man ein Monster besonders spektakulär erledigt. Beispielsweise wenn man ein Shrike nicht nur stumpf totschlägt, sondern gezielt mit einem Hammer seinen Rücken bricht.

Dauntless – Der Kampf mit Quillshot – Primärziel: Schwanz!

In Dauntless könnt ihr nicht nur willkürlich auf ein Monster eindreschen, ihr könnt es gezielt verstümmeln und verletzen. Wie das klappt, zeigten uns die Entwickler im nächsten Kampf. Dieses Mal ging es gegen eine Art Riesen-Stachelschwein namens „Quillshot“. Das Biest war voller Dornen, die es verschießt, und es hat einen langen, stachelgespickten Schwanz.

„Der Schwanz ist das Primärziel“ verriet uns einer der Entwickler, und wir prügelten alle wie blöde auf den Wedel ein. Ich hatte mir mittlerweile eine Riesen-Axt besorgt, die ungleich langsamer als das Schwert vom vorigen Kampf ist. Dafür drosch ich rein wie ein Berserker! Einer der Entwickler hatte hingegen einen Hammer, der im Schaft eine praktische Bolzenschuss-Vorrichtung hat. Damit konnte man auf kurze Distanz schießen, echte Fernkampfwaffen gab es allerdings noch nicht.

Der gewaltigen Schlagkraft unseres Arsenals hielt auch der dickste Schwanz nicht lange stand und trennte sich bald vom Rest des Stachelschweins. Lustig kullerte das abgehackte Teil physikalisch korrekt den Hügel runter. Nett! Das fand Quillshot freilich nicht so toll, aber ohne Schwanz konnte er nicht mehr so derb zuhauen und lag bald hingerafft darnieder. Noch ein Sieg für die Slayer!

Dauntless – Schaffen wir Pangar, den „Gürtelsaurus  Rex“?

Nachdem wir Quillshot spektakulär geschlachtet hatten, ging es weiter mit einer besonderen Herausforderung. „Pangar, das nächste Monster, hat noch keiner je auf einer Vorführung bisher besiegt“. Klar, dass wir die Herausforderung annahmen. Ich fragte aber zaghaft Entwickler Ian, was denn ein „Pangar“ sein soll. Er zeigte mir auf seinem Handy ein Bild von einem putzigen Gürteltierchen, nur halt „viel größer und gefährlicher!“

Ich war verwirrt und gespannt, was da jetzt auf uns zukam. Um es kurz zu machen. Pangar war ein gigantisches Monster, das aussah wie ein gepanzerter Tyrannosaurus Rex!

Wir stellten uns dennoch tapfer dem Monster und kurz drauf waren wir so oft erschlagen, in den Boden gerammt und zerfleischt worden, dass der Danger-Timer zu Ende ging und wir uns geschlagen geben mussten. Ja, große Viecher in Dauntless brauchen exzellentes Teamwork und viel Skill.Dauntless

Laut den Entwicklern müssen es auch nicht immer die Riesenviecher sein, die eine besondere Herausforderung darstellen. Vielmehr gibt es jedes der anfangs 20 Monster in verschiedenen Schwierigkeitsstufen, vom Jungtier bis zum Alpha. Je erfahrener das Biest, desto stärker und größer ist es.

Dauntless – Auch Story-Kampagne geplant

Zum Schluss unserer Session mit den Entwicklern erfuhren wir, dass Dauntless später noch eine Story haben wird. Wie die Geschichte jedoch aussieht, haben die Entwickler nicht verraten. Es soll aber wiederkehrende Charaktere und Quests geben. Außerdem steckt der Autor von WildStar hinter dem Werk, von daher hoffe ich auf das Beste!dauntless-1


Jürgens Fazit: Ich geb’s zu, als ich davon erfuhr, extra für die Dauntless-Session nach München zu fahren, war ich wenig begeistert. Das Spiel sagte mir nicht viel und auch Monster Hunter war mir bisher eher egal. Doch schon nach wenigen Minuten im Spiel war ich voll gefesselt. Dauntless spielt sich wie die coolen Monster-Bosskämpfe aus The Witcher 3 (was laut den Entwicklern auch eine der großen Vorlagen war) und hat sogar die ausgefeiltere Spielmechanik.

Gerade die Trefferzonen und abschlagbaren Körperteile erlauben ausgeklügelte Taktiken und ohne Teamwork geht eh nix. Und wenn das Monster am Ende erlegt ist und das Adrenalin langsam abflaut, ist das Gefühl des Sieges unbeschreiblich. Daher warte ich schon sehnsüchtig auf die Alpha im August.

Dauntless wird im Winter 2017 für den PC als Free2Play-Spiel erscheinen. Am 8. August 2017 startet eine Founder-Alpha, in die ihr mit Gründerpaketen hineindürft. Danach wird es auch eine Beta geben.

Founder-Packs für Dauntless könnt ihr hier kaufen!

Ebenfalls interessant: Dauntless – „Wir fürchten die Konkurrenz nicht!“

Jürgen Stöffel
Jürgen Stöffel begann seine Karriere als Spiele-Redakteur 2013 bei buffed und war danach Freelancer bei Gamestar, Online-Redakteur bei GIGA und dann für einige Zeit freiberuflicher MMORPG-Redakteur bei Gamestar. Als Mein-MMO dann zu Webedia kam, wurde Jürgen von Dawid mit ins Team geholt. Seit April 2017 ist Jürgen bei Mein-MMO fest dabei. Neben Online-Rollenspielen mag er vor allem taktische MMOs wie World of Tanks und MOBAs. Und zu einer Runde Borderlands oder Fortnite im Coop sagt er auch selten nein. Hauptsache, man spielt nicht alleine.
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