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Conan Exiles: Wie nackte Barbaren ein MMO-Studio retteten

MMO-Spezialist Funcom, die Entwickler von Conan Exiles, standen kurz vor dem Bankrott. Doch dann kam die Rettung in Form von nackten Barbaren!

Conan Exiles ist für den norwegischen Entwickler Funcom ein voller Erfolg. Das Barbaren-Survival-MMO spielte schon nach wenigen Tagen die Produktionskosten wieder ein und verkaufte sich schon in den ersten vier Wochen so oft, wie man es eigentlich für das komplette Jahr geplant hatte.

Funcom stand kurz vor dem Ruin

Doch Conan Exiles ist nicht nur ein Top-Erfolg für Funcom, es war der Retter der Firma! Ohne die barschen Barbaren und ihren Überlebenskampf hätte Funcom nicht überlebt. Die Firma war trotz (oder wegen) Titeln wie The Park oder dem Lego-MMO Minifigures Online finanziell am Ende.

conan-exilesJoe Bylos, Creative Director von Funcom, erzählte auf der GDC 2017, dass man kurz vor dem Bankrott stand. Man habe sich Geld von den Investoren leihen müssen, um die Gehälter der Mitarbeiter zu bezahlen. Es war klar: Das nächste Spiel muss ein Hit werden, oder wir sind erledigt.

Hit entwickeln oder sterben

Doch wie sollte dieses rettende Hit-Spiel aussehen? Diese Frage wurde nicht leichtfertig beantwortet. Vielmehr prüften die Entwickler via SteamSpy genau die Marktlage und suchten nach einem Genre, das selbst bei einem moderaten Erfolg die Firma retten könne. Dieses Genre waren Survival Spiele.

„Diese Spiele verkaufen sich sehr gut…“, meinte Bylos, „… aber sie wären oft nicht qualitativ hochwertig“. In dieser Sparte könnte Funcom definitiv Erfolg haben, aber man wollte auch ein Survival-Spiel entwickeln, das sich ein wenig mehr nach Skyrim anfühle. Daher machte man sich 13 Monate lang ans Werk um im Februar 2017 eine Early-Access-Version auf Steam anzubieten.

Conan Exiles – Nackte Penisse und Brüste haben Funcom gerettet!

Was dann folgte, ist bekannt: Conan Exiles verkaufte sich enorm gut und brachte die Rettung für Funcom. Der Erfolg überraschte alle, auch Funcoms Vizepräsident Lawrence Poe: „Wir hatten keine Ahnung, wie schnell sich der Erfolg einstellen würde.“

Verantwortlich für das große Interesse an Conan Exiles seien laut Funcom vor allem neckische Streamer gewesen. Diese hätten sich voller kindlicher Freude auf das Nacktheits-Feature des Spiels gestürzt und wären „völlig außer Rand und Band“ mit wild schlackernden Penissen und hüpfen Brüsten durch die Barbaren-Wildnis randaliert.

Von da an wusste man bei Funcom: Wir sind gerettet!

Auch interessant: Conan Exiles – Funcom hat noch große Pläne mit dem Penis!

QUELLE Engadget
Jürgen Stöffel
Jürgen Stöffel begann seine Karriere als Spiele-Redakteur 2013 bei buffed und war seitdem Freelancer bei Gamestar, Online-Redakteur bei GIGA und ist jetzt fest als MMORPG-Experte wieder bei Gamestar und MeinMMO gelandet. Neben Online-Rollenspielen mag er vor allem taktische MMOs wie World of Tanks und MOBAs. Und zu einer Runde Borderlands im Coop sagt er auch selten nein. Hauptsache, man spielt nicht alleine.
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