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Conan Exiles: Neues Survival-Spiel soll blutig, nackt, rau werden

Das neue Survival-Spiel von Funcom, Conan Exiles, soll doppelt so groß wie die Welt von Sykrim werden und offenbar mindestens 4-mal so blutig.

Wenn man Joel Bylos und Lawrence Poe im Interview mit IGN hört, klingt das alles so logisch. Survival-Spiele liegen im Trend und der ultimative „Survivor“, der Überlebende, ist Conan. Beim neuen Spiel Conan Exiles wird man den Barbaren mit Mitte 20 treffen, während seiner Wanderjahre. Aber es geht nicht um Conan selbst, sondern um das wilde Land, in dem seine Geschichte spielen.

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Keine Klassen, eine einzige riesige Karte pro Server

Zum Early Access wird Conan Exiles eine einzige 53 Quadratkilometer große Karte bieten, ohne Ladeschirme, aber dafür mit einer Vielzahl von verschiedenen Landschaften. Es wird im Spiel keine Klassen geben, die Freiheit steht im Vordergrund. Man kann verschiedenen Göttern dienen, auch die Religion wechseln, wenn man möchte.

Es ist im Interview noch nicht viel über das eigentliche Gameplay rauszukriegen. Spieler können Ressourcen sammeln, damit Häuser bauen, auch in verschiedenen Baustilen der einzelnen Völker. Wenn viele Spieler zusammenarbeiten, sollen auch Festungen und Burgen drin sein.

Die Welt in sich ist zwar abgeschlossen, von außen können aber plündernde NPC-Horden einfallen, gegen die sich die Spieler dann zu Wehr setzen müssen.

Es ist geplant, dass es sowohl private, wie auch öffentliche Server gibt. Die Administratoren sollen eine Menge an den Details einstellen können.

Köpfe sollen nicht rollen, sondern fliegen

Am meisten spricht Funcoms Bylos über die Atmosphäre des Spiels: Es soll blutig zugehen, bei Kämpfen sollen Köpfe und Gließmaßen fliegen. Man plant einen schnellen Kampf mit direktem Feedback. Es ist als First-Person-Spiel gedacht, wenn es auch eine 3rd-Person-Perspektive geben werde.

Auch Nacktheit wird in irgendeiner Form im Spiel sein. Und man wird andere Spieler gefangen nehmen und sie seinen Göttern opfern können. Aber keine Angst, verspricht Bylos, das wird kein stundenlanges Marytrium, wo man den Gefangenen demütige, füttere und foltere, sondern mehr: Ritual, Herz aus der Brust reißen, fertig.

Scheint als habe Funcom noch eine Menge vor, bis das Spiel im Sommer auf dem PC in einen Early Access startet. Auf die Konsolen soll es dann später kommen.

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Jede Menge Warnzeichen: Studio braucht schnellen Erfolg

Mein MMO meint: Im Interview wirkt Conan Exiles wie ein gewaltiges Projekt – ganz anders als das von vorneherein als “kleines Spiel” geplante The Park.

Man fragt sich unweigerlich, wie Funcom das in einer relativ geringen Zeit und mit sicherlich begrenztem Budget wuppen will. Vor allem da man immer wieder betont, wie viel Wert man auf die Produktionsqualität legen möchte.

Bei Funcom steht man, wie aus Berichten hervorgeht, unter Erfolgs- und Zeitdruck. Ob sich das mit hoher Qualität verträgt, scheint fraglich.

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Und das „Early Access“-Modell steht in Verbindung mit Survival-Spiele nicht gerade für eine schnelle Produktion. Oft wirkt es so, dass ein „Rohling“ schon sehr früh über Early Access verkauft wird. Die Spieler sehen eine Menge Potential, es gibt einen kurzen Hype, aber der flaut ab, wenn die Spieler merken, dass es noch eine Menge Baustellen und Konstruktionsfehler gibt, die über Monate oder sogar Jahre bestehen bleiben.

Denn der eigentliche Feinschliff bei den Early-Access-Survival-Titeln geht furchtbar langsam voran. So war es jedenfalls bei vielen vergleichbaren Projekten. Eine Ausnahme bildet sicher der Sommerhit 2015 Ark: Survival Evolved. Vielleicht kann Funcom dem ja nacheifern. Es wäre dem norwegischen Studio zu wünschen.
Aktuell, wo es lediglich Ideen und wenige Screenshots gibt, bleiben wir aber erstmal skeptisch.

QUELLE IGN
Schuhmann
Schuhmann, das L steht für Niveau.