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Battlerite: Sieht aus wie eine MOBA, ist aber geiler! Wir haben den Steam-Mega-Hit angespielt


Battlerite-ArtworkBattlerite ist nach wie vor ein Top-Hit bei Steam und dabei ist der rasante Arena-Brawler von Stunlock Studios (Bloodline Champions) erst in der Early-Access-Phase! Trotzdem macht das Spiel, das keine MOBA ist, einen Mords-Spaß! Wir haben Battlerite eigentlich nur kurz anspielen wollen, sind aber mittlerweile total begeistert!

„Drei, zwei, eins – Aufs Maul!“ So kann man den Start einer typischen Runde in Battlerite gut beschrieben. Denn kaum ist der Countdown abgelaufen, treffen wir schon auf den Gegner und es entbrennt ein deftiges Gekloppe, das nach wenigen Minuten schon wieder vorbei ist und uns als Spieler voller Adrenalin und mit verkrampften Fingern um Maus und Keyboard sowie ordentlich Herzklopfen zurück lässt.

Das is keine MOBA! Also nicht wirklich…

Das Gameplay von Battlerite ist im Grunde das einer MOBA wie Heroes of the Storm, Smite oder League of Legends, nur halt ohne den ganzen Schnickschnack wie Maps, Lanes, Jungle, Items und Level-Ups. Wenn ihr also schon immer ein Spiel wie LoL spielen wolltet, aber von der Komplexität und der teilweise arg bissigen Community abgeschreckt wart, dann ist Battlerite also voll euer Game!

Battlerite01Battlerite ist vom Genre her ein „Arena-Brawler“ und genau darum geht es auch: Um zünftige Prügeleien in einer Arena! Und im Gegensatz zu der Point-and-Click-Steuerung vieler MOBAS steuern wir Battlerite eher wie einen Top-Down-Shooter à la Livelock. Mit den WASD-Tasten bewegt sich unser Held und mit der Maus lenken wir seine Attacken. Via die beiden Maustasten als auch die Knöpfe Q, E, Space, R, F sowie 1 und 2 können wir eine Vielzahl von Skills einsetzen, die alle in die Richtung gezielt werden, in die wie mit der Maus gerade zeigen.

Skill zählt!

Damit wir in Battlerite gewinnen, müssen wir als Team –Random oder zusammen mit unseren Steam-Freunden – eine feindliche Mannschaft dreimal hintereinander umhauen. Die Kämpfe finden entweder als 2vs2- oder 3vs3-Konstellationen statt und das Matchmaking sorgt dafür, dass die Teams in etwa ausgewogen sind und nicht etwa nur Supporter gegen eine Bande Nahkampf-Metzler antreten.

Battlerite03Dabei ist Battlerite bei weitem kein dumpfes Gekloppe, vielmehr braucht man verdammt viel Skill und Reflexe, um in den rasanten Gefechten den Überblick zu behalten. Gleichzeitig sollte man auch nicht wie ein Depp frontal auf den Feind zustürmen. Das mag ein, zweimal klappen, aber wenn der Gegner diese primitive Taktik durchschaut, wird man schnell von der Gruppe isoliert und in die Mangel genommen.

Wer seinen Helden also gut beherrscht und klug vorgeht, der haut reihenweise Gegner um und kann sich wie ein echter Boss fühlen. Wer sich hingegen dumm anstellt oder nicht aufpasst, der wird ruck zuck weggefrühstückt und darf sich in einer Statistik angucken, an was er grad verreckt ist. Doch lange müssen wir uns auch nach einer Niederlage nicht grämen, das rasante Gameplay sorgt dafür, dass eh bald wieder die nächste Runde startet.

Ich hab doch keine Zeit!

Das macht Battlerite auch ideal für Leute, deren Zeit kostbar ist und die nicht lange in einer ohnehin kaum noch zu gewinnenden Runde feststecken oder nicht lange auf das nächste Match warten wollen. Überhaupt geht alles in Battlerite sauschnell. Denn wenn nach einigen Minuten noch keine Entscheidung gefallen ist, verengt sich der Kampfplatz plötzlich via Kraftfeld. Wer in der Barriere hängen bleibt, frisst massig Schaden und fiese Spieler waren genau bis zu diesem Moment, um einen bislang übermächtigen Feind via Knockback-Effekt in die Energiewand zu donnern.

Battlerite06Durch diesen „Sudden Death“ Modus wird Battlerite noch rasanter und verhindert feige Hinhalte-Taktiken. Denn während man sich zu Beginn der Runde noch mehr oder weniger gut hinter den Hindernissen in der Arena verstecken kann (man kann nicht durch Wände sehen), ist mit dem Versteckspiel bald Schluss und selbst der vorsichtigste Taktiker muss irgendwann mal auf Tuchfüllung. Dadurch werden Fernkämpfer, die zu Beginn einer Runde einen klaren Vorteil haben, gegen Ende spürbar weniger nützlich. Eine gute Balancing-Maßnahme.

Nach jeder Runde dürfen wir uns übrigens eines von je drei  “Battlerites” auswählen. Dabei handelt es sich um passive Boni, die je einen unserer Skills verändern. Dadurch können wir unseren Helden an die jeweilige Situation anpassen. Treffen wir besipielswiese auf ein sehr offensive Team, können wir so beispielswiese die Defensive stärken oder unsere Heilfähigkeiten boosten.

Hier ist übrigens noch nicht Schluss! Auf Seite zwei geht’s weiter, unter anderem mit dem geheimnisvollen Heil-Schaf und seinem Kumpel, dem Schnitzel-Killer!

Jürgen Stöffel
Jürgen Stöffel begann seine Karriere als Spiele-Redakteur 2013 bei buffed und war danach Freelancer bei Gamestar, Online-Redakteur bei GIGA und dann für einige Zeit freiberuflicher MMORPG-Redakteur bei Gamestar. Als Mein-MMO dann zu Webedia kam, wurde Jürgen von Dawid mit ins Team geholt. Seit April 2017 ist Jürgen bei Mein-MMO fest dabei. Neben Online-Rollenspielen mag er vor allem taktische MMOs wie World of Tanks und MOBAs. Und zu einer Runde Borderlands oder Fortnite im Coop sagt er auch selten nein. Hauptsache, man spielt nicht alleine.