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Battleborn: Spielerzahlen im freien Fall – Free2Play die Rettung?

Battleborn kam erst im Mai heraus, aber bereits jetzt sind die Spielerzahlen auf der PC-Version rapide gefallen und nur noch wenige Hundert Spieler wollen pro Tag das Solus-System verwüsten. Ist Battleborn am Ende oder kommt bald die rettende Free2Play-Version?

Battleborn hatte damals zum Release im Mai eine ordentliche Spieler-Gemeinschaft, war in den Charts sehr erfolgreich und laut Steam-Charts eine durchschnittliche Bevölkerung von über 4.000 Spielern. Nicht sehr viel, aber auch nicht wenig, genug jedenfalls für zahlreiche spannende PvP und PvE-Runden in Gearbox abgedrehter Shooter-Coop-MOBA. Doch dann kam Blizzards Overwatch und obwohl es klare Unterschiede zwischen Battleborn und Overwatch gab, sanken die Spielerzahlen bei Gearbox’ MOBA-Shooter von da an rapide.

Im Juni waren anstatt über 4.000 Spielern nur noch im Schnitt Tausend pro Tag Online und im Juli sank diese Zahl nochmals auf nur noch rund 700 Spieler. Dies entspricht einem Gesamtschwund von über 80% und bedeutet im Klartext, dass nur noch zwei(!) von ursprünglich 10 Spielern heute noch Battleborn zocken.

Free2Play als Rettung?

Auf den Konsolen Playstation 4 und Xbox One sieht die Sache ein bisschen besser aus, aber auch dort klagen die Spieler über lange Wartezeiten zwischen 2 und 10 Minuten, bis sie endlich ein Match finden. Mit diesen desaströsen Zahlen nach nicht einmal drei Monaten nach Release hat Battleborn also ein echtes Problem, doch es gibt noch Hoffnung. Denn das asymmetrische Shooter-MMO Evolve hatte letztens sogar noch weniger Spieler (rund 100 pro Tag) und dank der kürzlichen Free2Play-Umstellung stieg die Spielerschaft um über 9.000 Prozent!

battleborn-rayna-tauntBattleborn könnte also als Rettung ebenfalls auf Free2Play setzen und so eine echte Alternative zu Overwatch darstellen. Denn Blizzards Online-Shooter ist nach wie vor nur gegen teures Geld zu haben und vergrault derzeit sogar einige Spieler mit den unausgereiften Spielsystemen im Ranked-Play. Und da Battleborn ohnehin bereits Mikrotransaktionen eingeführt hat, scheint der Schritt zum Free2Play-Spiel ohnehin bereits im Voraus geplant worden zu sein. Es bleibt also spannend.


Mein-MMO meint: Battleborn war für mich immer ein tragisch missverstandenes Spiel, das völlig zu Unrecht mit Overwatch verglichen wurde und aufgrund des fast gleichzeitigen Releases (der von Blizzard so eingefädelt wurde) zwangsweise gegen Overwatch antreten musste. Dieses Duell ging an Blizzard und die Zukunft von Battleborn als Buy2Play-Titel war damit eigentlich gelaufen.

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Daher muss Gearbox meiner Meinung nach Battleborn so schnell wie möglich als Free2Play-Titel neu herausbringen und sich so in eine eigene Nische retten. Denn im jetzigen Zustand ist nichts mehr zu holen und das quasi tote Evolve wurde durch den Schritt zum Free2Play ebenfalls wiederbelebt. Doch wie seht ihr das? Glaubt ihr an eine Rettung von Battleborn als Free2Play-Titel oder ist das Spiel eh schon tot und begraben? Und würdet ihr es als Free2Play-Spiel selbst zocken?

Jürgen Stöffel

Jürgen Stöffel begann seine Karriere als Spiele-Redakteur 2013 bei buffed und war danach Freelancer bei Gamestar, Online-Redakteur bei GIGA und dann für einige Zeit freiberuflicher MMORPG-Redakteur bei Gamestar. Als Mein-MMO dann zu Webedia kam, wurde Jürgen von Dawid mit ins Team geholt. Seit April 2017 ist Jürgen bei Mein-MMO fest dabei. Neben Online-Rollenspielen mag er vor allem taktische MMOs wie World of Tanks und MOBAs. Und zu einer Runde Borderlands oder Fortnite im Coop sagt er auch selten nein. Hauptsache, man spielt nicht alleine.