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Battleborn: Overwatch wollte Feinschliff – Wir wollten etwas Neues erfinden

Und ewig nervt der Overwatch-Vergleich

In einem Interview sprach Gearbox-Chef Randy Pitchford über Battleborn und die unschöne Konkurrenzsituation zu Blizzards Overwatch. Außerdem sei man bei Gearbox im Grunde ganz zufrieden mit den bisherigen Erfolgen.

Der MOBA-Shooter Battleborn hatte von Anfang an Probleme, sich gegen das vermeintlich ähnliche Overwatch von Blizzard durchzusetzen. Mittlerweile locken auch spezielle Events wie der Battleborn-Day kaum noch Spieler in die bunte Welt von Battleborn. Analysten sprechen mittlerweile sogar davon, dass Battleborn Gearbox auf die Todesliste der gefährdeten Entwickler 2017 gebracht hätte.

Battleborn_StartScreen_HeroArtAngesichts dieser Hiobsbotschaften könnte man fast meinen, das Randy Pitchford, der Chef von Gearbox, nur noch hysterisch kichernd in der Ecke seines Büros kauert. Doch genau das Gegenteil scheint der Fall zu sein. In einem Interview gegenüber der Seite Glixel sprach Pitchford ausführlich über Battleborn und kommt zum Ergebnis „Uns geht’s eigentlich gut!“

Alles halb so schlimm?

Battleborn sei zwar nicht der große Hit geworden, aber das Spiel wäre dennoch oft genug verkauft worden, um nicht von einem totalen Misserfolg zu sprechen: „Wir hatten an die 3,5 Millionen Leute, die Battleborn spielten. Relativ zu Overwatch gesehen sind wir also ein Flop?“ Pitchford gehen die Vergleiche ziemlich auf den Geist.

Beispielsweise könne man, so Pitchford, die Zahl der zockenden Menschen mit der Gesamtzahl von über sieben Milliarden Leuten auf dem Planeten vergleichen. So gesehen wäre das ganze Gaming-Hobby ein Mords-Fehlschlag!

Battleborn-TitelAllerdings gibt Pitchford durchaus zu, dass einiges schief lief. Schuld sei vor allem Blizzard, die Overwatch ankündigten, als man bei Gearbox schon mitten in den Release-Vorbereitungen für Battleborn steckte. Gegen die geballte Markmacht von Blizzard konnte nicht viel ausrichten, daher versuchte man, Vergleiche zwischen den beiden doch recht unterschiedlichen Games zu vermeiden.

Blizzard sei auf einer anderen Ebene. Sie seien auch disziplinierter. Da Blizzard sich darauf konzentrierte, im Grunde eine Neuauflage des Team-Fortress-Gameplays mit engem Fokus auf schnelle Multiplayer-Action zu entwickeln, konnten sie so arbeiten, dass Politur und Feinschliff von Overwatch höchste Ansprüche erfüllten.

Während man bei Battleborn viele verschiedene Gameplay-Aspekte realisiert habe, wirklich etwas erfinden wollte: wie die Solo-Kampagne oder die MOBA-Elemente im kompetitivem Spiel.

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VIA gamestar
QUELLE Glixel
Jürgen Stöffel
Jürgen Stöffel begann seine Karriere als Spiele-Redakteur 2013 bei buffed und war danach Freelancer bei Gamestar, Online-Redakteur bei GIGA und dann für einige Zeit freiberuflicher MMORPG-Redakteur bei Gamestar. Als Mein-MMO dann zu Webedia kam, wurde Jürgen von Dawid mit ins Team geholt. Seit April 2017 ist Jürgen bei Mein-MMO fest dabei. Neben Online-Rollenspielen mag er vor allem taktische MMOs wie World of Tanks und MOBAs. Und zu einer Runde Borderlands oder Fortnite im Coop sagt er auch selten nein. Hauptsache, man spielt nicht alleine.