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So will A:IR dem ausgelutschten MMORPG-Genre Leben einhauchen

Mit dem kommenden Online-Rollenspiel A:IR (Ascent: Infinite Realm) will der PUBG-Entwickler Bluehole das MMORPG-Genre wiederbeleben. A:IR soll sich verstärkt an den Westen richten und sich bequem neben anderen MMOs spielen lassen.

Seit dem Riesen-Erfolg des Battle-Royale-Shooters PUBG (PlayerUnknown’s Battlegrounds) ist der koreanische Entwickler Bluehole in aller Munde. Dabei wissen viele PUBG-Fans gar nicht, dass Bluehole schon seit gut 10 Jahren existiert und bis PUBG ein MMORPG-Entwickler war.

Das vor allem im Westen erfolgreiche TERA war das letzte große Online-Rollenspiel der Firma. Doch der Welt-Erfolg kam erst mit PUBG. Daher traute sich Bluehole 2017 zum ersten Mal seit sechs Jahren wieder auf die große Messe G-Star in Korea, wo Bluehole einen Riesen-Auftritt hatte.AIR Screenshot 3

Ein MMORPG für Leute mit wenig Zeit

MMORPGs sind das Steckenpferd von Bluehole. Das erklärt der Studio-Boss Hyo-Seob Kim gegenüber der Seite Gamesindustry.biz.

Daher will man nach dem PUBG-Erfolg mit dem kommenden Spiel A:IR wieder zu diesem Genre zurückkehren. Aber man ist sich bewusst, dass der Markt ein anderer geworden sei.AIR Dragon

Bei MMORPGs gebe es meist nur ein Spiel, das die Gamer aktiv spielen. Wer also fest in WoW hängt, wird es sich gut überlegen, ob er ein neues Spiel beginnt. Zwei große MMORPGs gleichzeitig seien kaum möglich. Doch hier will A:IR ansetzen. Das Spiel sei auf Zeit effizientes Gameplay ausgelegt, denn Zeit sei laut Kim die wichtigste Ressource in modernen MMOs geworden.

A:IR – Ein MMORPG to go

Kim ist sich bewusst, dass der Markt für MMORPGs gerade stagniert. Es gab in den letzten Jahren kaum etwas Neues. Aber er glaubt auch, dass die Spieler sich voller Neugier einem neuen Spiel zuwenden, wenn dieses attraktive Neuerungen bietet. Und solch ein Spiel will A:IR sein:

  • Es gibt wenig Grind
  • Dafür findet ihr coole, sinnvolle Quests, die euch durchs Spiel führen
  • Viele der Spielinhalte wird es bereits nach wenigen Spielstunden geben
  • Es wird PvP-Inhalte für schnelle Gefechte geben

A:IR wird ein Spiel für den Westen, Koreanern ist es nicht „hübsch“ genug

PUBG und zum Teil TERA waren auf eine westliche Spielerschaft ausgelegt. Das soll auch bei A:IR wieder so sein. Das Spiel setzt auf Steampunk und mittelalterliche Landschaften. Laut Kim ist es also weniger etwas für koreanische Geschmäcker. Denen wäre das alles „nicht hübsch genug“.AIR Screenshot 2

Dennoch sollen alle MMO-Fans weltweit A:IR mögen. Man will womöglich regionale Unterschiede im Grafikstil oder der Charaktererschaffung festlegen. Kim nannte da keine Beispiele, aber womöglich wird die Asia-Version etwas bunter und lässt freizügigere weibliche Charaktere zu. Dies war zumindest in der Vergangenheit öfter der große Unterschied zwischen der asiatischen und westlichen Version eines MMOs.

Kein Spiel für PUBG-Fans

Beim Bezahlmodell will man ebenso verschiedene Systeme pro Region anbieten. Was es aber keinesfalls geben wird, sei ein Abo-Modell.

Kim ist sich übrigens bewusst, dass Bluehole bei den meisten seiner Kunden mittlerweile fest mit PUBG assoziiert wird. Diese erhöhte Aufmerksamkeit findet der CEO auch gut, aber er sagt auch klar: „PUBG und A:IR werden völlig unterschiedliche Spiele“.

Er freut sich zwar über PUBG-Spieler, die sich A:IR zuwenden, rechnet aber nicht mit massivem Interesse der Battle-Royale-Fans am kommenden MMORPG.

A:IR startet Anfang 2018 in die Closed Beta. Der Release soll gegen Ende des Jahres erfolgen.


Ist das PvE in A:IR nur ein riesiges Tutorial?

VIA MassivelyOP
QUELLE GamesIndustry
Jürgen Stöffel
Jürgen Stöffel begann seine Karriere als Spiele-Redakteur 2013 bei buffed und war danach Freelancer bei Gamestar, Online-Redakteur bei GIGA und dann für einige Zeit freiberuflicher MMORPG-Redakteur bei Gamestar. Als Mein-MMO dann zu Webedia kam, wurde Jürgen von Dawid mit ins Team geholt. Seit April 2017 ist Jürgen bei Mein-MMO fest dabei. Neben Online-Rollenspielen mag er vor allem taktische MMOs wie World of Tanks und MOBAs. Und zu einer Runde Borderlands oder Fortnite im Coop sagt er auch selten nein. Hauptsache, man spielt nicht alleine.
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