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AION im Anspiel-Test: Lohnt sich das F2P-MMORPG im Jahre 2017?

Den Publisher NCsoft kennt ihr wahrscheinlich von Spielen wie Guild Wars 2 oder auch Blade & Soul, die beide recht viel Erfolg in Europa hatten. Auch das mittlerweile in den Jahren gekommene AION freut sich in dieser Zeit noch großer Beliebtheit. Heute, im Jahre 2017, schauen ich mir das Spiel noch einmal genauer an und zeige euch, was AION mittlerweile so zu bieten hat.

Bereits seit 2009 existiert das MMORPG AION in Europa. Das Spiel beeindruckte damals vor allem mit einer guten Grafik und bot als Feature die Möglichkeit, mit Flügeln die Welt von Atreia zu erkunden. Allerdings sanken nach und nach die Verkaufszahlen, sodass der Publisher entschied, das MMORPG im Frühjahr 2012 in einen FreeToPlay-Titel umzuwandeln.

Und das mit Erfolg! Die Spielerzahlen stiegen und auch heute neue spielen viele fleißige Veteranen AION und kämpfen auf den Schlachtfeldern um Ruhm und Ehre, auch wenn Aion mittlerweile aus der vordersten Reihe der MMORPGs verschwunden ist und nur noch selten Aufmerksamkeit der Medien erhält.

Die Story – Eine Welt in Scherben

Die Handlung von AION spielt auf dem fiktiven Planeten Atreia. Auf diesem kam es zu einem Krieg zwischen den Menschen und den Balaur, was schlussendlich zur Zerstörung eines gigantischen Turms führte, welche den Planeten in zwei Teile riss. So schien nun auf der einen Seite die Sonne und erwärmte den Boden, während auf der anderen Seite alles dunkel und unfruchtbar war.Die Asmodier in AionHier entstanden zwei Völker: Zum einen die Elyos, die auf der Sonnen gewandten Hälfte des Planeten lebten und zum anderen die Asmodier, welche im Dunkeln zurecht kommen und einige Veränderungen des Körpers wie die bläuliche Färbung der Haut hinnehmen mussten. Diese beiden Fraktionen bekriegen sich nun, um die schönen Ecken von Atreia zu beanspruchen.

Das Gameplay – Ein Hauch von Nostalgie

AION spielt sich wie ein klassisches MMORPG aus alter Zeit und verzichtet auf die – in den letzten Jahren immer populärer gewordene – aktive Kampfsteuerung. Hier klickt ihr eure Feinde per Maus an und wählt aus den vielfältigen Fähigkeiten aus. Das Besondere: Ihr seid dazu in der Lage, verschiedene Kombinationen von Skills auszuführen, um mächtige Kombo-Ketten zu wirken. Die Vielfalt der Fähigkeiten ist recht  groß und so muss man sich schon ein bisschen als Tüftler beweisen, um vor allem im Endgame voran zu kommen.

F2P MMO AionNeben dem Kampfsystem gibt es die Elemente, die in jedes MMORPG gehören. So gibt es den Handel, ein Aktionshaus und das Housing, in dem ihr euren inneren Architekten rauslassen könnt. Eine Story mit einer riesigen Quest-Reihe gehört auch zum Komplettpaket AION.

Die Klassen – Krieger oder Musiker?

Bei den Klassen habt ihr eine Auswahl zwischen 6 unterschiedlichen Spielstilen, die sich alle anders spielen. Bei jeder dieser Klassen könnt ihr im Verlauf der Levels zwischen zwei weiteren Spezialisierungen wählen. So hat zum Beispiel der Krieger die Auswahl, später ein Gladiator zu werden und mit seiner Streitaxt ordentlich Schaden auszuteilen oder den Templer zu spielen, der mehr auf Defensive setzt und einen dicken Schild mit am Start hat.Der Schütze in AionDas Gute bei der Klassenwahl: Ihr könnt entscheiden, ob ihr männliche oder weibliche Charaktere spielt. Ich bin ja kein Fan von Gender-Locks und war überrascht, das AION einen anderen Weg einschlägt. Wer im späteren Verlauf des Spiels nicht zufrieden mit seinem Geschlecht ist, hat die Möglichkeit ein Gender-Wechsel zu vollziehen:

  • Krieger: Diese Klasse hat Schwerter sowie Schilder zur Verfügung und ist der klassische Kämpfer. Als Spezialisierungen wählt ihr entweder den mächtigen Gladiator aus oder nehmt den defensiven Templer.
  • Späher: Der Späher kann sich entweder zum Bogenschützen ausbilden lassen und kämpft mit Bogen und Pfeilen. Außerdem hat er Zugriff auf diverse Fallen. Wollt ihr euch lieber an Feinde heranschleichen und massiven Schaden aus dem Hinterhalt austeilen, ist der Assassine mit seinen Dolchen die richtige Wahl.
  • Priester: Der Priester ist der altbekannte Heiler und ein Pflichtmitglied jedes Teams. Soll der Fokus auf die Heilung befreundeter Spieler liegen, nehmt den Kleriker. Mit ihm habt ihr die Möglichkeit, gefallene Charaktere wiederzubeleben. Wer mehr der Unterstützer ist und trotzdem austeilen möchte, sollte den Kantoren nehmen.
  • Magier: Die Fernkampf-Glaskanone, die eine Menge an Schaden verteilt. Die Spezialisierung Zauberer lässt euch mit den Elementen spielen während ihr mit dem Beschwörer mächtige Begleiter herbeirufen könnt.
  • Ingenieur: Ingenieure sind Meister der Technik und schmieden Waffen. Als Schütze schießt ihr mit euren Revolvern um die Ecken und als Äthertech könnt ihr sogar einen eigenen Mech steuern.
  • Künstler: Diese Klasse hat bis heute nur eine Spezialisierung. Mit dem Barden tötet ihr eure Feinde mit Musik – ja ihr habt richtig gelesen! Ein Saiteninstrument mit im Gepäck sorgt währendes Kampfes für eine heimische Ambiente.

Das Feature mit den Flügeln

Eine Besonderheit von AION ist das Fliegen. Ab dem Erreichen von Stufe 10 bekommt ihr die Möglichkeit, eure Flügel auszustrecken und davon zu fliegen. Wer aber jetzt denkt überall und jederzeit fliegen zu können, wird enttäuscht werden. Wir brauchen nämlich Zonen mit Äther, die meistens in den Dörfern oder Hauptpunkte der Karten sind.AionAuch ist die Flugzeit dort begrenzt, passt also auf, dass ihr rechtzeitig in der Nähe des Bodens seid, sonst werdet ihr euch sprichwörtlich alle Knochen brechen. Noch eine coole Funktion: Ihr habt die Fähigkeit zu gleiten und das überall. So könnt ihr zum Beispiel eine Klippe dazu nutzen, ein bisschen schneller in den Gebieten voranzukommen.

PvP ist alles

AION bietet neben verschiedenen Instanzen und der offenen Welt auch ein ausgeklügeltes PvP-System, in dem sich die beiden Fraktionen gegenseitig auf die Ohren geben. Zum einem gibt es hier den „Abyss“. Hierbei handelt es sich um eine große PvP-Zone, in deren man neben dem Abschließen von Quests, Festungen und Artefakte einnehmen muss. Die Burgen werden von der NPC-Rasse, den sogenannten Balaur, verteidigt und diese gilt es zu vertreiben. Sobald man Festungen erobert hat, muss man diese natürlich vor der feindlichen Fraktion beschützen. Wird eine Fraktion zu mächtig und hat zu viele Schlösser im Besitz, melden sich die Balaur wieder und betreten den Kampf. Hier möchte der Entwickler vor allem für eine gewisse Balance sorgen , sodass nicht eine Fraktion alles beherrscht und die andere Seite den Spaß versaut.AIon MMORPG ScreenshotNeben dem Abyss gibt es auch noch die Möglichkeit, sich im Open-PvP zu messen. Da die Elyos sowie die Asmodier auf getrenntem Boden hausen, eröffnen sich in manchen Gebieten Portale, in denen man zu den Gebieten der anderen Fraktion gelangen kann. Dort ist dann freies PvP möglich. Seid dabei aber im Klaren, dass ihr während des Abarbeiten der Quests jederzeit von der feindlichen Fraktion angegriffen werden könnt. Mir ist es schon öfter passiert, dass ich beim Questen von anderen Spielern auf die Mütze bekam. Man muss also den damit verbundenen Nervenkitzel mögen, in bestimmten Bereichen jederzeit angreifbar zu sein.

Der derzeitige Stand

AION wird im Vergleich zu anderen Spielen mit ähnlichem Alter kontinuierlich mit Updates und Erweiterungen versorgt. So wurden mit einigen Patches verschiedene Mounts oder auch das Housing in das MMO integriert. Auch der Level-Cap stieg in den letzten Jahren an und neue Klassen wie zum Beispiel der Barde oder der Ingenieur fanden den Weg auf die Server. In den letzten Updates wurden sogar neue Server sowie weitere Instanzen veröffentlicht.

Ein neuer deutscher Server & noch mehr Story fürs F2P-MMORPG AION

Aion-Winde-des-SchicksalsDa AION in Korea ständig weiterentwickelt wird, ist es nur eine Frage der Zeit, bis wieder neue Inhalte kommen.

Fair oder PayToWin?

Da der Publisher von AION Gameforge ist, fährt dieser die gleiche Schiene bezüglich des FreeToPlay-Modells wie in dem MMO TERA. Auch hier erlaubt euch AION, das Spiel und dessen Story sowie Klassen und Völker kostenlos zu genießen. Es gibt hier ebenfalls 3 verschiedene Account-Typen.

Zum einen haben wir den Starter-Account, den jeder Nutzer bekommt wenn ihr euch das Spiel zum ersten Mal herunterladet. Habt ihr AION schon damals gezockt oder besitzt eine Kopie des Spiels, werdet ihr automatisch zum Veteran, der einige Sonderheiten genießt. Zum Schluss gibt es noch das Abonnement – hier heißt es Gold-Paket -, welches euch die meisten Boni garantiert.Ich habe mir die drei Versionen etwas näher angeschaut und muss sagen, das Starter deutlich eingeschränkter sind als bezahlende Spieler. So haben Starter nur 2 Charakter-Slots und dürfen zum Beispiel nicht auf das Auktionshaus zugreifen, Außerdem ist der Handel streng limitiert und auch der Gruppen/Welt-Chat ist nicht mit an Bord und das sind nur einige der genannte Vorteile. Wer vorhat, AION intensiver zu spielen, kommt zumindest um eine Einmal-Zahlung nicht drumrum.

Fazit AION 2017 im Test: Lohnt es sich?

AION ist ein klassisches Rollenspiel und hat schon einige Jahre auf dem Buckel. Trotzdem wird das Spiel kontinuierlich mit Updates und kleinen Erweiterungen versorgt und auch einige Spieler tummeln sich noch den Hauptstädten Atreia´s. Dafür dass AION kostenlos ist, kann man auf jeden Fall einmal reinschauen und sich selbst eine Meinung bilden. Ihr werde jedenfalls weiter mit meinem Assassinen rumfliegen und die eine oder andere Schlacht bestreiten.

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