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5 Online-Spiele, die ich gut finde, Ihr aber nicht! – Mein-MMO-Geheimtipps


Battleborn

Die Geschichte von Battleborn ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Denn Gearbox bunter Hero-Shooter hatte das Pech, zeitnah mit Blizzards Overwatch zu erscheinen und obwohl beide Spiele unterschiedlich ausfallen, sanken die Spielerzahlen nach dem Release von Overwatch zusehends. Daher kann man heute als Battleborn-Spieler froh sein, wenn auf Steam noch mehr als 200 Spieler im Schnitt online sind. Daran änderen bislang auch gut gemeinte Aktionen wenig, wie der von der Community organisierte und von den Entwicklern unterstützte Battleborn Day.

Battleborn_StartScreen_HeroArt

Ein Diamant im Schmutz

Dabei ist Battleborn ein wirklich gutes Spiel! Im Gegensatz zu Overwatch handelt es sich aber weniger um einen Hero-Shooter, sondern tatsächlich um eine Art Shooter-MOBA. In einem der Spielmodi gibt es sogar Lanes, Türme und Minion-Wellen. Eure Helden starten jeweils als schwächliche Level-1-Hänflinge und müssen sich durch Kills und erfüllte Missionsziele langsam hochleveln.

Battleborn-ScreenJe höher ihr aufsteigt, desto mehr Skills und Erweiterungen schaltet ihr frei und neben dem Geballer solltet ihr auch nicht vergessen, Geld zu sammeln und damit Items zu aktivieren oder Türme zu bauen. Dadurch erhält Battleborn eine große taktische und strategische Komponente. Auch wenn eure Seite gute Kämpfer hat, kann es euch den Sieg kosten, wenn die Gegenseite ihre Ressourcen geschickter einsetzt. Beispielsweise wenn sie mehr Super-Minions gegen Geld spawnen, die dann wiederum eure Basis lahmlegen.

Bunt, abgedreht und ungezogen!

Der Grafikstil von Battleborn ist bunt und krass überzeichnet. So kommt beispielsweise der dicke Tank Montana als Body-Builder-Karikatur daher, die nur als Muskeln besteht und dessen winziger Kopf kaum zu sehen ist. Wieder andere Helden sind vierarmige Anarcho-Hexen, die gerne die Gedärme ihrer Gegner verspeisen, oder kleine dicke Spatzen, die wie derbe Feldwebel der US-Marines klingen und mit Bomben und Granaten um sich werfen!

battleborn-ErnestZu dieser bunten Chaos-Truppe kommt noch der vom Entwickler Gearbox (Borderlands!) bekannte Humor. Dieser ist gewohnt derb, schwarz und politisch völlig unkorrekt! Und genau das liebe ich an dem Spiel! Beispielsweise die herrlich irren Sprüche der Chaos-Hexe Orendi oder die verächtlichen Sätze des Snob-Roboters Marquis, der mit fiesem deutschen Akzent erklärt „Eure Armut widert mich an!“

Solo-Coop-Action!

Der coole Humor des Spiel kommt vor allem im PvE-Modus zum Tragen. Denn wie schon in Borderlands könnt ihr auch Battleborn im Coop mit Freunden spielen und so die Story des Spiels erleben. Diese dreht sich um den heroischen Kampf der letzten Verteidiger des Universums gegen eine tödliche Bedrohung aus einer anderen Dimension.

Das klingt alles furchtbar ernst, doch wie schon erwähnt lockert der herrliche Humor des Spiels alles gehörig auf. Beispielsweise im Gefecht mit einem Spinnen-Roboter-Endboss, der eigentlich Geoff heißt, sich aber als Spinne sieht und den Namen „Arachnis“  angenommen hat. Im Kampf textet er uns mit Spinnen-Fun-Facts zu und ihr könnt ihn nur bekämpfen, indem ihr Insektenvernichtungsspray einsetzt, um ihn aus seinem Versteck zu jagen.

Warum ihr mehr Battleborn spielen solltet

Battleborn ist kein Spiel für Zwischendurch und anspruchsvoll. Wer sich aber auf das Spiel einlässt, bekommt komplexes und spaßiges Gameplay, herrlich abgefahrene Helden und einen coolen Story-PvE-Modus. Battleborn ist zwar ein Buy2Play-Spiel, aber der Kaufpreis sank beständig und daher ist das Spiel mittlerweile günstig zu haben. Warum also nicht mal reinschauen?

Auf Seite Vier gibt es ein Spiel, dem es noch einigermaßen gut geht, aber trotzdem ehr Aufmerksamkeit verdient.

Jürgen Stöffel

Jürgen Stöffel begann seine Karriere als Spiele-Redakteur 2013 bei buffed und war danach Freelancer bei Gamestar, Online-Redakteur bei GIGA und dann für einige Zeit freiberuflicher MMORPG-Redakteur bei Gamestar. Als Mein-MMO dann zu Webedia kam, wurde Jürgen von Dawid mit ins Team geholt. Seit April 2017 ist Jürgen bei Mein-MMO fest dabei. Neben Online-Rollenspielen mag er vor allem taktische MMOs wie World of Tanks und MOBAs. Und zu einer Runde Borderlands oder Fortnite im Coop sagt er auch selten nein. Hauptsache, man spielt nicht alleine.

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